24. Nordhorner EUREGIO-Turnier am 7./8. Juni 2003
Pfingsten 2003 - das Wetter war zu gut zum Tischtennisspielen
Nordhorn (HH). Mit Sascha Beuing aus dem Verbandsligateam des TB Burgsteinfurt gelang am vergangenen Sonntag beim internationalen Nordhorner EUREGIO-Tischtennisturnier erstmals seit vier Jahren wieder einem deutschen Spieler der Turniersieg im Herren A-Einzel. Bei der 24. Auflage des am Pfingstwochenende in den drei Hallen des Nordhorner Kreissportzentrums an 80 Tischen ausgetragenen größten deutschen TT-Turniers setzte sich der Westfale im Finale mit 4:1 Sätzen gegen Björn Oldenstädt vom Cuxhavener Oberligateam des TSV Lunestedt durch, der zuvor zusammen mit seinem Teamkameraden Matti von Harten die Doppelkonkurrenz gegen die holländische Paarung Remi Beelen/Rogier Gerritsen (TTV De Toekomst Lochem/BIT.NL Ede) gewonnen hatte.
Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen im Nordhorner EUREGIUM hatten nicht nur die Finalisten der samstäglichen Herren A-Mannschaftskonkurrenz am Sonntag auf ihren Start im Einzel und Doppel verzichtet, wodurch die beiden Warsteiner Mannschaftssieger Marco Hovemann/Andreas Nübel den möglichen Dreifachtriumph verpassten. Der gelang in diesem Jahr auch in den zahlreichen anderen Turnierklassen keinem Spieler, wenngleich immerhin acht Aktive zu doppelten Turniersiegen kamen. Insgesamt sorgte die große Hitze, die während des Pfingstwochenendes in allen drei Hallen vorherrschte, für viele Startverzichte insbesondere in den Klassen am Sonntag, und auch die an diesem Tag traditionell große Zahl von Nachmeldungen bleib diesmal aus.
Erfolgreichste Teilnehmerinnen bei den Damen wurden Andrea Schmidt und Melanie Welpot vom hessischen TV Igstadt, dessen Spielerinnen alle drei Damen-Mannschaftskonkurrenzen gewannen und die selbst für den Sieg bei den Damen A und B verantwortlich zeichneten. Beate Kunert von Eintracht Nordhorn kam als beste Grafschafter Teilnehmerin bei den Damen A auf Platz 3 an der Seite von Berit Schmaul vom rheinländischen SSV Walberberg, die tags darauf das Damen A-Einzelfinale gewann. Deren Konkurrentin Lisa Vetters vom SV Werder Bremen stand zwar in allen drei Damen A-Finals, konnte aber nur das Doppel zusammen mit Johanna Varvarikes gewinnen.
In den 18 Nachwuchskonkurrenzen dominierten die Schüler von Hertha BSC und die Schülerinnen des hessischen TV Delkenheim mit jeweils drei Turniersiegen in den Mannschafts- und Doppelkonkurrenzen, während fünf der sechs Einzeltitel im Nachwuchsbereich an Talente aus dem Bezirk Weser-Ems fielen. Dabei sorgte Lokalmatador Lars Brinkhaus (SV Olympia Laxten) im Jungen-Einzel für den ersten Turniersieg eines einheimischen Spielers seit Gerd Heinrichs Erfolg vor 17 Jahren, während im Jungen-Doppel und im Teamwettbewerb sich Hendrik Arning (TB Burgsteinfurt) mit verschiedenen Vereinskameraden jeweils vor gleich drei Paarungen von Hertha BSC Berlin durchsetzen konnte.
Zu zwei Turniersiegen kam auch B-Schülerin Wiebke Smolka vom ostfriesischen TuS Weener, die als einzige aller Teilnehmer die Einzel- und Doppelkonkurrenz ihrer Altersklasse gewann. Für das beste Ergebnis der Grafschafter Nachwuchsspieler sorgte einmal mehr Eintracht Nordhorn, deren A-Schülerinnen Stefanie Kunert und Antje Karvink auf Platz 2 im Mannschaftswettbewerb und Platz 3 im Doppel kamen.
Erstmals stand in diesem Jahr die große Rasenfläche hinter der Kreissporthalle 2 nicht mehr als Zeltplatz zur Verfügung. Der Landkreis Grafschaft Bentheim als Träger des Geländes hatte rechtzeitig darauf hingewiesen, dass die Rasenfläche in den Jahren zuvor zu stark unter dem Zeltbetrieb gelitten hatte, der darüberhinaus durch übriggebliebene Glasscherben und Zeltheringe sowie Brandflecken für Probleme bei der wöchentlichen Nutzung als Sportgelände für Schul- und Vereinssport gesorgt hatte. Die daraufhin entwickelte Ausweichlösung stellte sich jedoch als eine sehr gute Alternative heraus.
Der hintere Teil des Rasens hinter dem Nordhorner Jugendzentrum wurde abgesperrt und bot - nicht zuletzt dank der dort stehenden Bäume - eine idyllische Alternative zum bisherigen Zeltplatz. Da aufgrund der Vielzahl der gemeldeten Zelte dieser Platz jedoch alleine zu kleine gewesen wäre, wurde kurzfristig auch noch die Rasenfläche bei der Frensdorfer Schule als Zeltplatz für Nachwuchsgruppen hinzugenommen. In ausreichender Entfernung zum Zeltplatz beim Jugendzentrum, auf dem bis in die Nacht hinein nur schwer Schlaf zu bekommen war, fanden hier die überwiegend leistungsorientierten Jugend- und Schülerspieler die erforderliche Ruhe für die Wettkämpfe am nächsten Morgen. Im Nachhinein betrachtet hat sich die in diesem Jahr aus der Not geborene erstmals vorgenommene Trennung der beiden Zeltplätze sogar als eine gegenüber der Vergangenheit stark verbesserte Lösung herausgestellt.
Nachdem in diesem Jahr mit 812 Turnierstartern trotz der hitzebedingten Ausfälle beim Nordhorner EUREGIO-Turnier bereits zum 18. Mal in 24 Jahren die 800-Teilnehmer-Grenze überschritten worden ist, bereiten sich die Organisatoren mittlerweile bereits auf das doppelte Jubiläum im nächsten Jahr vor, wenn Pfingsten 2004 dann sowohl die 25. Auflage des EUREGIO-Turniers als auch das 40jährige Bestehen des ausrichtenden Tischtennis-Kreisverbandes der Grafschaft Bentheim ansteht.
© 2003 by HH, letzte Aktualisierung: 13.06.2003