25. Nordhorner EUREGIO-Turnier am 29./30. Mai 2004

Gelungenes Experiment beim Jubiläum: Neue Konkurrenzen kamen gut an

Nordhorn (HH). Die beiden erfolgreichsten Teilnehmer des internationalen Nordhorner EUREGIO-Turniers kamen diesmal aus Weißrussland und spielen für ostwestfälische Tischtennisteams: Während bei den Damen A Alesia Artsiushkevich aus der Landesligamannschaft des TTC Mennighüffen den Einzel- und Doppelwettbewerb gewann, setzte sich bei den Herren A ihr Landsmann Rastsislau Zhadzko aus der Verbandsligatruppe des TTSV Schloß Holte-Sende im Mannschafts- und Einzelwettbewerb durch. Bei der 25. Auflage des am Pfingstwochenende in den drei Hallen des Nordhorner Kreissportzentrums an 80 Tischen ausgetragenen größten deutschen TT-Turniers gingen in den 42 Konkurrenzen der 14 Turnierklassen insgesamt 843 Spieler an den Start und machten mit dieser enormen Resonanz das Jubiläumsturnier zu einem vollen Erfolg.

Erstmals hatte der ausrichtende Tischtennis-Kreisverband der Grafschaft Bentheim in allen 14 Turnierklassen die drei Konkurrenzen Einzel, Doppel und Zweiermannschaft ausgeschrieben, so dass jeder Starter die Chance auf drei Turniersiege hatte. Doch dieses Kunststück gelang keinem einzigen der zahlreichen Aktiven. Neben den beiden Weißrussen kamen noch 12 weitere Teilnehmer auf insgesamt zwei Turniersiege: Niels Büchel und Eric Osbar (Hertha BSC Berlin) bei den Herren B und den Jungen, Michael Terworth (Ruhrorter TV) bei den Herren C, Uwe Schieferdecker (SV Nortrup) bei den Herren E, Beate Kunert (Eintracht Nordhorn) bei den Damen B, Brigitte Fischer (VfL Rütenbrock) bei den Damen C/D/E, Dennis Meyerhoff (TuS Sandhorst) und Patrick Smit (MTV Jever) bei den Schülern A, Carina Grundstein (TV Delkenheim) bei den Schülerinnen A, Mang Loi (SV Union Meppen) bei den Schülern B sowie Sarah Dederding und Salina Pfaffendorf (beide TV Delkenheim) bei den Schülerinnen B.

Fast hätten sich auch die beiden Brandlechter Holger Raduschewski und Frank Steinkopf bei den Herren D in die Liste der Zweifachsieger eintragen können, doch nach dem samstäglichen Sieg in der Doppelkonkurrenz reichte es am Sonntag im Mannschaftsfinale nicht ganz, weil der für ETuS Rheine startende Neuenhauser Jens Sarnow nicht zu bezwingen war. Für einen Achtungserfolg sorgten bei den Herren E die beiden jungen Schüttorfer Stephan Rehers/Dietbert Wortelen mit ihrem Vordringen bis ins Halbfinale.

In den 18 Nachwuchskonkurrenzen dominierten die Jungen von Hertha BSC und die Schülerinnen des hessischen TV Delkenheim, doch auch die Talente von SV Union Meppen, TuS Sandhorst und MTV Jever konnten sich hier mehrfach in die Siegerliste eintragen. B-Schülerin Wiebke Smolka vom ostfriesischen VfB Rajen gelang es als einziger, den im Vorjahr gewonnenen Einzeltitel ihrer Klasse erfolgreich zu verteidigen, während das im Mannschaftswettbewerb gleich sechs Aktive schafften. Ein Nachwuchstitel blieb auch in der Grafschaft: Dafür sorgten Daniel Kunert und Peter Riekhoff (Eintracht Nordhorn/ASC Grün-Weiß 49) mit einem knappen 3:2-Mannschaftssieg bei den Schülern B, bevor sie tags darauf im Einzel auf den 5. bzw. 3. Platz kamen. Bei den Mädchen schnitt Sarah Breukelmann (Eintracht Nordhorn) mit Platz 3 im Einzel als beste der Grafschafter Nachwuchsspielerinnen ab.

Nachdem beim Jubiläum des Nordhorner EUREGIO-Turniers bereits zum 19. Mal in 25 Jahren die 800-Teilnehmer-Grenze überschritten worden ist und somit der Nachweis für das nicht nachlassende Interesse der Tischtennissportler an dieser Mammutveranstaltung erbracht worden war, gaben zwei Aktive ein Musterbeispiel für sportliche Beständigkeit: Reinhold Anton vom Post Telekom SV Wuppertal, der Herren B-Sieger von 1981, drang diesmal bei den Herren A bis ins Halbfinale vor, und Beate Kunert von Eintracht Nordhorn, die mit jetzt 10 Turniersiegen erfolgreichste Teilnehmerin überhaupt, gewann 23 Jahre nach ihrem ersten Sieg bei den Damen B jetzt erneut in dieser Klasse die Mannschaftskonkurrenz.


© 2004 by HH, letzte Aktualisierung: 12.06.2004