3. EUREGIO-Zweiermannschaftsturnier am 15./16. Mai 1982 in Nordhorn

Die Gäste aus Holland überzeugten beim EUREGIO-Turnier

Nordhorn (HH). Beim 3. EUREGIO-Zweiermannschaftsturnier im Tischtennis dominierten die angereisten Gäste. Nachdem die Grafschafter Spieler im Vorjahr noch dreimal Sieger einer der zwölf Turnierklassen werden konnten, reichte es diesmal "nur" noch zu drei zweiten Plätzen. Dies zeigt eindrucksvoll, dass sich nicht nur die Teilnehmerzahl ein weiteres Mal gesteigert hat - damit verbunden war in diesem Jahr auch ein wesentlich höheres Niveau in den einzelnen Wettkämpfen. Dazu haben zum großen Teil die Gäste aus den Niederlanden beigetragen.

Die 132 Holländer, die knapp ein Viertel der insgesamt 572 Starter ausmachten, schnitten verhältnismäßig gut ab. Viermal stellten sie die Siegermannschaften, fünfmal gewannen Teams aus Westfalen, und dreimal waren Niedersachsen in einer Turnierklasse vorne. Die gute Beteiligung der benachbarten Holländer trug entscheidend dazu bei, dass die wesentliche Zielsetzung des ausrichtenden Tischtennis-Kreisverbandes verwirklicht werden konnte: die Intensivierung des Kontaktes zwischen den Sportlern beiderseits der Grenze. Und dieser Kontakt wird nicht erst beim nächsten EUREGIO-Turnier fortgesetzt. Bereits im September kommt es in Nordhorn zu einem Vergleichskampf zwischen den Nachwuchs-Kreisauswahlmannschaften der Grafschaft und der Twente, bei der die am Wochenende geknüpften Beziehungen ausgebaut werden sollen.

Zweimal erreichten Grafschafter Sportler am Samstag das Finale, in dem sie dann allerdings klar mit 0:3 unterlagen. Bei den Schülerinnen A hatten Judith Balderhaar und Claudia Alburg gegen die Almelo-Enscheder Kombination Miranda Bonthuis/Natalie Barelds keine Chance, während Carsten Grießhammer und sein emsländischer Partner Raimund Janzen bei den Schülern B ihre Spiele gegen die Niedermarker Martin Clasen/Christian Thiede jeweils nur im dritten Satz verloren. In den beiden anderen Schülerklassen siegten Mannschaften aus Herford (bei den Schülern A) und aus Wilhelmshaven (bei den Schülerinnen B).

Eine einzige Titelverteidigung gab es am Wochenende: Dies gelang Reinhold Anton vom TTC MJK Herten bei den Herren B, wo er sich auch mit einem neuen Partner durchsetzen konnte. Hier scheiterten die beiden Eintrachtler Michael Neumann/Jürgen Worzischek im Halbfinale unglücklich, als sie trotz zwischenzeitlich klarer Führung noch verloren. Bei den Herren D wurde die Spielstärke der Westfalen am besten deutlich: In dieser erstmals ausgespielten Konkurrenz brachten sie sieben Mannschaften unter die ersten Acht.

Am Sonntag trumpften dann die Holländer auf. Dabei dominierte vor allem ein Klub: ODION Gaanderen. Hans den Boer und Erwin Beek schlugen im Herren A-Finale die beiden noch der Jugendklasse angehörenden Guido Hehmann und Reiner Korte (SpVg. Niedermark) mit 3:2 und sicherten sich damit den Sieg in der stärksten Herrenklasse. Ihre Vereinskameraden Richard van de Vorle und Edwin Rensen hatten kurz zuvor das Endspiel der männlichen Jugend, der mit 106 Spielern zahlenmäßig am stärksten besetzten Konkurrenz, mit dem gleichen Ergebnis gewonnen. Hier waren der Laxtener Claus Hartdegen und sein Partner Carsten Löb unterlegen.

Spannend machten es auch die Herren C und die Damen B/C. In beiden Finalen musste beim Stande von 2:2 die im Tischtennis äußerst seltene Zeitspielregel in Kraft treten: Nachdem in beiden Spielen ein einziger Satz länger als 15 Minuten andauerte, mussten die Kontrahenten nach der Wechselmethode weiterspielen. Hier zeigte sich Eberhard Henze (SC Glandorf) als besserer Angreifer gegen den Essener Galle, und bei den Damen konnte Barbara Paul von Eintracht Nordhorn den Vorsprung von Heike Winter (TuS Lohauserholz) nicht wettmachen. Pech für die Nordhornerinnen Paul/Kunert, die damit ihren Vorjahressieg nicht wiederholen konnten. Dabei hatten sie im Finale bereits mit 2:0 geführt, bevor sie dann allerdings dreimal im dritten Satz unterlagen.

Auch die Damen A-Klasse ging an Spielerinnen des Hammer Vorortvereins TuS Lohauserholz, die das Endspiel gegen die beiden Glanerinnen Dorothee Noeres/Margarete Sieker mit 3:1 gewinnen konnten. Überlegenste Siegerinnen aller zwölf Turnierklassen waren Wianda Ritsema und Elisa Kruit von Uildriks Hoogezand, die bei der weiblichen Jugend alle Spiele mit 3:0 gewannen und dabei lediglich drei Sätze abgaben.


© 2001 by HH, letzte Aktualisierung: 14. Februar 2001