7. EUREGIO-Zweiermannschaftsturnier am 10./11. Mai 1986 in Nordhorn

Gerd Heinrich drückt dem EUREGIO-Turnier seinen Stempel auf

Nordhorn (HH). Mit einigen hervorragenden Resultaten warteten am vergangenen Wochenende beim 7. internationalen EUREGIO-Zweiermannschaftsturnier die Grafschafter Tischtennisspieler auf. Insgesamt fünfmal konnten sie sich den Turniersieg einer der 21 Konkurrenzen sichern, wobei der Lokalmatador Gerd Heinrich (Eintracht Nordhorn) mit zwei Siegen und einem 3. Platz gar zum erfolgreichsten Spieler dieses mit der Rekordbeteiligung von 860 Startern über die Bühne gegangenen Mammutturniers avancierte.

Nach dem Sieg im Jungen-Mannschaftswettbewerb zusammen mit dem Laxtener Rainer Klaßen und Gerd Heinrichs Erfolg im Einzel gegen seinen emsländischen Partner gingen die beiden Nachwuchsspieler auch bei den Herren S noch einmal an den Start. Durch den Sieg über die höher eingeschätzten Thomas Hollenbach/Olaf Lichtenknecker (Post SV Hildesheim/SC Garbsen) gelang den beiden Jugendlichen gar die Teilnahme am Halbfinale, in dem sich die zweifachen Sieger der Vorjahre, Hans den Boer/Edwin Angenent (SHOT Wageningen/De Blaeuwe Werelt Apeldoorn), allerdings ohne große Probleme für die erneute Finalteilnahme qualifizieren konnten, in dem ihnen ihre holländischen Landsleute Paul Haldan/Anne Vlieg (FTG Frankfurt/De Blaeuwe Werelt Apeldoorn) gegenüberstanden. Hier blieb es bis zum Schluß äußerst spannend, denn nach den vier Einzeln stand es 2:2, wobei Nationalspieler Paul Haldan für beide Punkte sorgte, sein Partner Anne Vlieg aber beiden Gegnern gratulieren mußte. Im entscheidenden Doppel setzten sich die Sieger von 1982 und 1984 erneut durch, wobei sie den Beweis dafür lieferten, daß beim in Nordhorn gespielten Zweiermannschaftssystem ein überragender Einzelspieler letzten Endes gegen ein ausgeglichen besetzten und eingespieltes Team wie Hans den Boer und Edwin Angenent nichts ausrichten kann.

Noch größer als in der S-Klasse war die Überlegenheit der niederländischen Starter allerdings in der Herrenklasse A. Hier machten die Gäste gleich die ersten vier Plätze unter sich aus. Mit Henk Harthold und Han Leeferink setzte sich schließlich die Kombination aus Zwolle (Seine Meubelen) und Almelo (Blauw-Wit) durch. Neben der Damenklasse B/C, die ebenfalls vom Zwoller Klub Seine Meubelen gewonnen wurde, und dem Sieg der deutsch-niederländischen Zufallskombination Uwe Karst (TTC Nordhorn) und Marcel Ubels (TTC Emmen) bei den Herren E fielen noch zwei weitere Turniersiege ins europäische Ausland. Dafür sorgten die Schülerinnen des Luxemburger Verbandes, der mit seinem kompletten Schüler- und Schülerinnenkader in Nordhorn weitere Turniererfahrung gesammelt hat.

Im Schülerinnen-Einzel sorgten auch zwei Gildehauserinnen für Furore: Meike Werner kam bei den A-Schülerinnen bis ins Finale, und Claudia Tannen gelang bei den B-Schülerinnen das Kunststück, die Luxemburgerin Michele Paler im Endspiel zu schlagen, nachdem sie in den Vorrundenspielen gegen die gleiche Gegnerin unterlegen war. Doppelte Turniersieger gab es sowohl bei den A- als auch bei den B-Schülern: Kay-Andrew Greil (Schüler A/Blau-Weiß Buchholz) und Reinhard Bregen-Meiners (Schüler B/SV Lengerich) gelang der Erfolg sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft.

Wenngleich viele der Vorjahresplazierten auch diesmal wieder in Nordhorn an den Start gingen, so gelang doch nur einer Paarung die Wiederholung des Vorjahressieges. Ralf-Peter Streich (TTG Hanstedt/Wellendorf) und Martin Hackmann (BV Quakenbrück) ließen bei den Herren B diesmal die beiden Ochtruper Rainer Ludwig/Rainer Stachelscheid hinter sich. Überhaupt fiel auf, daß in diesem Jahre die westfälischen Spieler nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen konnten. Mit den Herren C und D fielen diesmal nur zwei Siege nach Westfalen, während die Niedersachsen diesmal gleich in 14 Klassen ganz vorne landeten.

So auch bei den Damen S/A, wo die zukünftige Glanerin Annette Mausolf (zur Zeit noch SV Ahlem) und Birgit Giebel (TuS Glane) nach dem 3:0 im Halbfinale über die damit erneut Dritte gewordenen Oberligaspielerinnen Barbara Paul/Beate Kunert von Eintracht Nordhorn auch im Finale gegen Martina Steinke/Katja Pechr (BV Borussia Dortmund) mit 3:0 gewannen. Dabei zeigte sich einmal mehr, daß die noch vor einem Jahr zur deutschen Spitze gehörende Annette Mausolf während ihres halbjährigen Auslandsaufenthalts einen Großteil ihrer früheren Stärke eingebüßt hat und in der jetzigen Form noch kein Garant für den angestrebten Bundesligaaufstieg des Osnabrücker Klubs darstellt.

In guter Form präsentierte sich dagegen Judith Balderhaar (Eintracht Nordhorn) im Mädchen-Einzelwettbewerb, in dessen Endspiel sie mit der gebürtigen Nordhornerin und jetzigen Bremer Meisterin Bianca Busse (SG Marßel) keine Probleme hatte. Für die Bremerin reichte es auch im Mannschaftskampf nur zum 2. Platz, in dem sich die ostfriesische Paarung Anja Hebgen/Sabine Oonk die Pokale sicherte.


© 1999 by HH, letzte Aktualisierung: 14. Mai 1999