Das Nordhorner EUREGIO-Turnier

Das Turnier im Überblick
 
 

Termin:
Das Nordhorner EUREGIO-Turnier findet jeweils Pfingsten statt.

Austragungsort:
Gespielt wird in den drei Kreissporthallen an insgesamt 80 Tischen und bei Bedarf in der 300 m entfernten Turnhalle der Frensdorfer Schule an 12 Tischen.

Teilnehmerkreis:
Es handelt sich um ein "offenes" Turnier, für das sich jeder aktive Tischtennissportler (mit Ausnahme der Bundesligaspieler) anmelden kann. In den letzten 17 Jahren lag die Teilnehmerzahl jeweils zwischen 812 und 1256 Startern, mit einem Durchschnitt von 1040 Startern pro Turnier. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hessen und den Niederlanden. Neben den Holländern sind bei diesem international ausgeschriebenen Turnier auch schon Spieler aus Schweden, Irland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Slowenien, Ungarn, Weißrussland, Russland und China gestartet.

Turnierklassen:
5 nach Spielstärke unterteilte Klassen für Herren
3 nach Spielstärke unterteilte Klassen für Damen
(jeweils von der Regionalliga bis zur untersten Kreisklasse)

3 nach Alter unterteilte Klassen für Jungen und Schüler
3 nach Alter unterteilte Klassen für Mädchen und Schülerinnen
(jeweils von 10 bis 18 Jahren)

Konkurrenzen:
14 Zweiermannschaftswettbewerbe (Daviscup-System)
14 Einzelwettbewerbe
14 Doppelwettbewerbe

In jeder der 14 Turnierklassen findet der Zweiermannschaftswettbewerb an einem anderen Turniertag als der Einzel- und Doppelwettbewerb statt, so dass jeder Spieler an beiden Tagen in seiner Turnierklasse starten kann.

Spielsystem:
Vorrunde in Vierergruppen, Endrunde mit den beiden besten pro Gruppe im KO-System. Durch diesen Modus ist gewährleistet, dass auch weniger leistungsstarke Spieler ausreichend oft spielen können, was insbesondere im Nachwuchsbereich von großer Bedeutung ist.

Siegespreise:
In allen Konkurrenzen erhalten die vier Bestplazierten Preise; bei den Damen und Herren geht es um Geldpreise und Urkunden, im Nachwuchsbereich um Besitzpokale, Warengutscheine und Urkunden.

Quartiere:
Die meisten Turnierteilnehmer reisen bereits am Freitag an und nehmen sowohl am Samstag als auch am Sonntag an den Wettbewerben teil. Die meisten nutzen die Möglichkeit, auf den Rasenflächen hinter dem Kreissportzentrum oder bei der nahegelegenen Turnhalle der Frensdorfer Schule zu zelten, so dass dort Pfingsten bis zu 100 Zelte stehen.

Durchführung:
Seit 2005 führen die vier Grafschafter TT-Vereine SV Eintracht Nordhorn, TTC Nordhorn, SpVgg. Brandlecht-Hestrup und FC Schüttorf 09 als Ausrichtergemeinschaft das Turnier durch. Der Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim, dessen Turnierausschuss bis 2004 als Ausrichter des Turniers von vielen der 13 Grafschafter Tischtennisvereine unterstützt wurde, tritt dabei nur noch als Veranstalter auf. Nach einer Neuausrichtung der Interessenlage einer Mehrheit der Mitgliedsvereine des TT-Kreisverbandes im Sommer 2004 zog sich der TT-Kreisverband aus sämtlichen Arbeiten für das Turnier zurück und gab diese an die obengenannte Ausrichtergemeinschaft ab, deren Mitglieder auch in den Jahren vor 2005 unter der Regie des Kreisturnierausschusses den Großteil der Arbeiten geleistet haben. Diese vier Vereine führen das Turnier nun in eigener Regie und Verantwortung durch. In Teilbereichen werden sie dabei von ASC Grün-Weiß 49, SV Union Lohne, SV Rot-Weiß Lage und SV Hoogstede unterstützt.
Die Helfer werden jeweils in 5-Stunden-Schichten in der Turnierleitung oder in der Kantine eingesetzt. Sie sind ehrenamtlich im Einsatz; als kleine Gegenleistung werden sie mit Speisen und Getränken während ihres Einsatzes verpflegt.
Die vorbereitenden Arbeiten werden praktisch seit der ersten Durchführung 1978 von den Grafschafter Turnierausschussmitgliedern Hilmar Heinrichmeyer, Dieter Benen, Herbert Raduschewski (bis 2002) und Josef Frauenkron (bis 1999) erledigt.

Finanzierung:
Die größten Ausgabepositionen des Turniers sind die Siegespreise sowie die Kosten für die Teilnehmerwerbung und für die Zurverfügungstellung einer ausreichenden Infrastruktur auf dem Zeltplatz hinter der Halle. Auf der Einnahmenseite stehen dem die Startgelder der Sportler, die Gebühren für die Nutzung des Zeltplatzes und Werbeeinnahmen gegenüber.

S-Klassen:
Nachdem wir von 1996 bis 1998 einmal mehr versucht haben, die Turnierklassen "Herren S" und "Damen S" für die Spieler der Bundesligen und der höchsten ausländischen Divisionen bei unserem Turnier zu etablieren, sind wir 1999 davon wieder abgerückt. Das mangelnde Interesse der Spitzenspieler, bei unserem Turnier zu starten, ist der Grund dafür. 1998 sind ganze zwei Herren und vier Damen in der S-Klasse an den Start gegangen, die nicht auch in der A-Klasse spielberechtigt gewesen wären. Diese unbefriedigende Resonanz rechtfertigt die Zurverfügungstellung eines ansehnlichen Preisgeldes (damals 1000,- DM für den Herren-Sieger) in keiner Weise. Statt dessen sind wir 1999 zum früheren Modus zurückgekehrt, bei dem anstelle der S-Klassen eine zusätzliche Einzel- und Doppelkonkurrenz für die A-Klassenspieler angeboten wird. Unseren Zuschauern können wir auch mit Regionalligaspielern ansehnlichen Spitzensport bieten.

Zielsetzung:
Das Turnier soll den Grafschafter Tischtennisspielern und ihren Gästen Kontakte zu Sportkameraden aus der gesamten EUREGIO und weiteren Teilen Europas vermitteln. Aufgrund seiner Größe, seines Flairs und seines hohen sportlichen Niveaus soll es allen Teilnehmern und Helfern darüber hinaus bleibende Erlebnismomente verschaffen.

Bedeutung:
Das Nordhorner EUREGIO-Turnier gehört mit seinen durchschnittlich über 1000 Startern und den 80 Turniertischen seit vielen Jahren zu den größten deutschen Tischtennisturnieren. Von 1996 bis 1999, als im Nittaku-Turnierkalender jeweils eine deutschlandweite Turnier-Hitliste veröffentlicht wurde, belegte das EUREGIO-Turnier in der Kategorie "Anzahl Tische" immer Platz 1 und in der Kategorie "Anzahl Teilnehmer" immer Platz 1 oder 2. Im Sport der Grafschaft Bentheim liegt das EUREGIO-Tischtennisturnier von der Zahl der teilnehmenden Sportler her unseres Wissens zusammen mit dem Pfingst-Schwimmfest von WASPO Nordhorn ebenfalls an der Spitze.

Das attraktive Spielsystem mit vielen Spielen für jeden Teilnehmer, die gute Infrastruktur (3 große Sporthallen und viele Tische) und die Zeltmöglichkeit in unmittelbarer Hallennähe sind die Ursachen für die große Beliebtheit dieses Turniers, das den hohen Bekanntheitsgrad Nordhorns im deutschen Tischtennissport begründet hat. Das EUREGIO-Turnier hat maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Turnierszene im Tischtennis, denn viele der bei diesem Turnier zuerst eingeführten Rahmenbedingungen (Vierergruppen, Startmöglichkeit für alle Spieler an beiden Tagen, Zeltmöglichkeit, Turnier-Homepage im Internet, Einzel-, Doppel- und Zweiermannschaftskonkurrenzen bei einem Turnier) sind mittlerweile von anderen Turnieren aufgegriffen worden.


© 1998 by HH , letzte Aktualisierung: 25.03.2006