Das Nordhorner EUREGIO-Turnier

Das Turnier im Überblick
 
 

Termin:
Das Nordhorner EUREGIO-Turnier findet jeweils Pfingsten statt.

Austragungsort:
Gespielt wird in den drei Kreissporthallen an insgesamt 72 Tischen und der 300 m entfernten Turnhalle der Frensdorfer Schule an 12 Tischen.

Teilnehmerkreis:
Es handelt sich um ein "offenes" Turnier, für das sich jeder aktive Tischtennissportler (mit Ausnahme der Bundesligaspieler) anmelden kann. In den letzten zehn Jahren lag die Teilnehmerzahl jeweils zwischen 991 und 1256 Startern. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und den Niederlanden. Neben den immer stark vertretenen Holländern sind bei diesem international ausgeschriebenen Turnier auch schon Spieler aus Schweden, Irland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Slowenien, Ungarn, Weißrußland, Rußland und China gestartet.

Turnierklassen:
6 nach Spielstärke unterteilte Klassen für Herren
4 nach Spielstärke unterteilte Klassen für Damen
(jeweils von der Regionalliga bis zur untersten Kreisklasse)

3 nach Alter unterteilte Klassen für Jungen und Schüler
3 nach Alter unterteilte Klassen für Mädchen und Schülerinnen
(jeweils von 10 bis 17 Jahren)

Konkurrenzen:
14 Zweiermannschaftswettbewerbe (Daviscup-System)
  8 Einzelwettbewerbe (für alle Nachwuchs- und A-Klassen)
  8 Doppelwettbewerbe (für alle Nachwuchs- und A-Klassen)

Spielsystem:
Vorrunde in Vierergruppen, Endrunde mit den beiden besten pro Gruppe im KO-System. Durch diesen Modus ist gewährleistet, daß auch weniger leistungsstarke Spieler ausreichend oft spielen können, was insbesondere im Nachwuchsbereich von großer Bedeutung ist.

Siegespreise:
In allen Konkurrenzen erhalten die vier Bestplazierten Preise; bei den Damen und Herren geht es um Geldpreise und Urkunden, im Nachwuchsbereich um Besitzpokale, Warengutscheine, Sachpreise und Urkunden.

Quartiere:
Die meisten Turnierteilnehmer reisen bereits am Freitag an und nehmen sowohl am Samstag als auch am Sonntag an den Wettbewerben teil. Die meisten nutzen die Möglichkeit, auf den Rasenflächen hinter dem Kreissportzentrum zu zelten, so daß dort Pfingsten jeweils über 100 Zelte stehen.

Durchführung:
Der Turnierausschuß des Tischtennis-Kreisverband ist Ausrichter des Turniers und wird bei der Durchführung von zahlreichen Helfern aus den 15 Grafschafter Tischtennisvereinen unterstützt, die jeweils in 5-Stunden-Schichten in der Turnierleitung eingesetzt sind. Alle Helfer sind ehrenamtlich im Einsatz; als kleine Gegenleistung werden sie mit Speisen und Getränken während ihres Einsatzes verpflegt. Die vorbereitenden Arbeiten werden praktisch seit der ersten Durchführung 1978 von den Grafschafter Turnierausschußmitgliedern Hilmar Heinrichmeyer, Dieter Benen, Josef Frauenkron und Herbert Raduschewski erledigt.

Finanzierung:
Die größten Ausgabepositionen des Turniers sind die Siegespreise sowie die Kosten für die Teilnehmerwerbung und für die Zurverfügungstellung einer ausreichenden Infrastruktur auf dem Zeltplatz hinter der Halle. Auf der Einnahmenseite stehen dem die Startgelder der Sportler, die Gebühren für die Nutzung des Zeltplatzes und Werbeeinnahmen gegenüber.

S-Klassen:
Nachdem wir von 1996 bis 1998 einmal mehr versucht haben, die Turnierklassen "Herren S" und "Damen S" für die Spieler der Bundesligen und der höchsten ausländischen Divisionen bei unserem Turnier zu etablieren, sind wir jetzt wieder davon abgerückt. Das mangelnde Interesse der Spitzenspieler, bei unserem Turnier zu starten, ist der Grund dafür. 1998 sind ganze zwei Herren und vier Damen in der S-Klasse an den Start gegangen, die nicht auch in der A-Klasse spielberechtigt gewesen wären. Diese unbefriedigende Resonanz rechtfertigt die Zurverfügungstellung eines ansehnlichen Preisgeldes (1000,- DM für den Herren-Sieger) in keiner Weise. Statt dessen kehren wir zum früheren Modus zurück, bei dem anstelle der S-Klassen eine zusätzliche Einzel- und Doppelkonkurrenz für die A-Klassenspieler angeboten wird. Unseren Zuschauern können wir auch mit Regionalligaspielern ansehnlichen Spitzensport bieten.

Zielsetzung:
Das Turnier soll den Grafschafter Tischtennisspielern und ihren Gästen Kontakte zu Sportkameraden aus der gesamten EUREGIO und weiteren Teilen Europas vermitteln. Aufgrund seiner Größe, seines Flairs und seines hohen sportlichen Niveaus soll es allen Teilnehmern und Helfern darüber hinaus bleibende Erlebnismomente verschaffen.

Bedeutung:
Das Nordhorner EUREGIO-Turnier gehört mit seinen durchschnittlich über 1100 Startern und den 84 Turniertischen seit Jahren zu den größten deutschen Tischtennisturnieren. Im letzten Jahr belegte es in der deutschlandweiten Hitliste des Nittaku-Turnierkalenders in der Kategorie "Anzahl Tische" Platz 1 und der Kategorie "Anzahl Teilnehmer" Platz 2. Im Sport der Grafschaft Bentheim liegt das EUREGIO-Tischtennisturnier von der Zahl der teilnehmenden Sportler unseres Wissens zusammen mit dem Pfingst-Schwimmfest von WASPO Nordhorn ebenfalls an der Spitze.

Das attraktive Spielsystem mit vielen Spielen für jeden Teilnehmer, die gute Infrastruktur (4 große Sporthallen und viele Tische) und die Zeltmöglichkeit in unmittelbarer Hallennähe sind die Ursachen für die große Beliebtheit dieses Turniers, das den hohen Bekanntheitsgrad Nordhorns im deutschen Tischtennissport begründet hat. Das EUREGIO-Turnier hat maßgeblichen Einfluß auf die deutsche Turnierszene im Tischtennis, denn viele der bei diesem Turnier zuerst eingeführten Rahmenbedingungen (Vierergruppen, Startmöglichkeit an beiden Tagen, Zeltmöglichkeit) sind mittlerweile von anderen Turnieren aufgegriffen worden.


© 1998 by HH , letzte Aktualisierung: 24. September 1998