Wir über uns - Saison 2003/2004
Der Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim stellt sich vor


Die Anfänge
Tischtennis wird in der Grafschaft Bentheim seit Anfang 1946 gespielt, und so konnten vor einigen Jahren mit dem SV Eintracht Nordhorn und dem FC Schüttorf 09 die beiden mit Abstand ältesten Grafschafter TT-Abteilungen ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Lange Jahre spielten sie aufgrund der geografischen Lage und der nicht vorhandenen Grafschafter Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen, wo sie zum WTTV-Kreisverband Emsland gehörten. Den zum TTVN gehörenden Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim gibt es daher erst seit 1964, als am 7.2. in Georgsdorf auf Initiative des Kreissportbundes die Gründungsveranstaltung stattfand. Gründungs-Vorsitzender wurde damals mit Walter Maatmann der Mann, der heute als Kreispokalspielleiter immer noch für einen Teil der Organisation des Wettkampfbetriebes verantwortlich ist. Eine pro-forma-Neugründung des Kreisverbandes erfolgte am 27.06.1997 in Schüttorf, um die Voraussetzungen für die Eintragung als rechtsfähiger Verein (e.V.) beim Amtsgericht Nordhorn zu schaffen.

Die Vereine
Heute gehören dem Kreisverband im 40. Jahr seines Bestehens 14 Vereine an, deren Mannschaften zwischen Bezirksliga und 2. Kreisklasse angesiedelt sind. Leistungsträger - wenngleich auf tiefem Niveau - sind neuerdings wieder die Herren, nachdem die lange Jahre führenden Damenmannschaften von Eintracht Nordhorn und dem TuS Gildehaus mittlerweile in der Kreisliga spielen bzw. nicht mehr existieren. Ranghöchster Verein bei den Herren ist der TTC Nordhorn, der wie Aufsteiger SV Union Lohne und ASC Grün-Weiß 49 in der Bezirksliga spielt. Mit dem SV Wietmarschen gehört auch die ranghöchste Damenmannschaft der Bezirksliga an. Im Nachwuchsbereich ruhen derzeit die Hoffnungen hauptsächlich auf dem ASC Grün-Weiß 49, dem einzigen Grafschafter Verein, der sowohl bei Jungen, Mädchen als auch Schülern eine gute Rolle spielt, während im Schülerinnenbereich der SV Hoogstede als einziger Verein zur Zeit überhaupt mehr als eine Mannschaft aufbieten kann. Außer den oben bereits erwähnten Vereinen gehören derzeit der SV Bad Bentheim, FC Schüttorf 09, SpVgg. Brandlecht-Hestrup, TuS Neuenhaus, SV Rot-Weiß Lage, SC Union Emlichheim sowie - seit einigen Jahren ohne spielende Mannschaft - der TV Nordhorn dem Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim an.

Der Kreisvorstand
Geleitet wird der Kreisverband von einem siebenköpfigen Kreisvorstand. Allein vier Vorstandsmitglieder sind schon seit mindestens zehn Jahren dabei, was für die Konstanz der Vorstandsarbeit spricht. Bemerkenswert ist hier die Tatsache, dass sich einige Mitglieder des Kreisvorstandes während der Woche aus beruflichen Gründen nicht im Kreisgebiet aufhalten können, sich aber dennoch für die Mitarbeit zur Verfügung gestellt haben. Somit hat Kreisvorsitzender Hilmar Heinrichmeyer, der als Nachfolger von Walter Maatmann, Johann Bartels, Josef Frauenkron, Evelyn Stangier und Horst Brockmann seit 1989 die Geschicke des Kreisverbandes leitet, eine eingespielte Mannschaft zur Verfügung, die trotz der Tagesarbeit mit der Abwicklung des laufenden Wettkampfbetriebes auch Neuerungen gegenüber aufgeschlossen ist.

Die Helfertage
Die sportpraktische Arbeit des Kreises wird im Spielausschuss, Turnierausschuss, Jugendausschuss und Finanzausschuss erledigt. Entscheidenden Anteil an der Durchführung der sportpraktischen Arbeit des Kreisverbandes haben dabei die Helfer aus allen Grafschafter TT-Vereinen, ohne deren Mitarbeit insbesondere die Turnierveranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Seit auf einem außerordentlichen Kreistag Anfang 1985 alle Grafschafter Vereine beschlossen haben, sich entsprechend ihrer Größe an den regelmäßigen Arbeiten zu beteiligen, wird die Durchführung von Kreismeisterschaften, Kreisranglistenturnieren, dem Nordhorner EUREGIO-Turnier wie auch die Leitung der Staffeln und der Pokalspiele von Helfern aus allen 14 Vereinen übernommen. Ein im Laufe der Jahre immer wieder an die Bedürfnisse angepasstes System sogenannter Helfertage sorgt dafür, dass die Vereine, die im Laufe einer Saison mehr Kreisarbeiten übernommen haben als sie hätten müssen, von denjenigen Vereinen finanziell entschädigt werden, die weniger Arbeit für den Kreisverband geleistet haben, als sie aufgrund der Zahl ihrer gemeldeten Mannschaften hätten tun müssen. Seit Beginn der Saison 2000/2001 ist auch die bislang dafür nicht berücksichtigte Arbeit der Kreisvorstandsmitglieder in die Helfertage-Regelungen aufgenommen worden, womit seitdem sämtliche Tätigkeiten für den TT-Kreisverband in irgendeiner Weise mit Helfertagen belohnt werden und damit den Vereinen der für den Kreisverband arbeitenden Helfer zugute kommen.

Das Nordhorner EUREGIO-Turnier
Einmal jährlich macht der Kreisverband Grafschaft Bentheim mit dem jeweils Pfingsten stattfindenden Nordhorner EUREGIO-Turnier weit über die Kreisgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. Dieses Turnier hat sich in den 24 Jahren seines Bestehens aus kleinsten Anfängen (65 Teilnehmer) mittlerweile zum größten jährlich an einem Wochenende stattfindenden offenen Turnier Deutschlands mit durchschnittlich über 1000 Startern an 80 Tischen in drei Nordhorner Sporthallen entwickelt.

Das Kreissportzentrum
Doch der Kreisverband ist auch wiederholt schon durch die Durchführung anderer Turnierveranstaltungen überregional in Erscheinung getreten. Erinnert sei hier an das Bundesranglistenturnier der Jugend und Schüler 1981, das Verbandsranglistenturnier der Damen und Herren 1983, den Deutschland-Grand-Prix 1984 und das Deutschlandpokalturnier der weiblichen Jugend 1992. Möglich ist das nur, weil mit dem Nordhorner Kreissportzentrum eine Sportstätte zur Verfügung steht, in der die Grafschafter Tischtennisspieler mit 48 kreiseigenen Tischen und allen weiteren erforderlichen Materialien seit nunmehr 22 Jahren nahezu ideale Bedingungen vorfinden. Mit der Fertigstellung der dritten Großraumturnhalle auf dem Gelände des Kreissportzentrums, der Mehrzweckhalle "Euregium" mit einem Fassungsvermögen von über 4000 Zuschauern, sind im Juli 1998 auch die räumlichen Voraussetzungen für absolute Tischtennis-Großereignisse in Nordhorn geschaffen wordenn.

Das sportliche Niveau
Die Zeiten, in denen die Grafschaft Bentheim mit den Herren von TTC Nordhorn und Eintracht Nordhorn und den Damen von Eintracht Nordhorn und TuS Gildehaus überregional - also in der Landesliga und höher - mitmischen konnte, gehören leider der Vergangenheit an. Von den beiden Herren-Mannschaften ist heute der TTC Nordhorn in der Bezirksliga und Eintracht Nordhorn gar nur in der 1. Bezirksklasse vertreten; beide dürften in absehbarer Zeit nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden, als in der ersten Hälfte der Achtziger Jahre Spieler wie Michael Neumann, Jürgen Worzischek, Gerd Heinrich, Klaus Fietzek, Thomas Kunert, Bernd Rigterink, Klaus ten Bosch und Wolfgang Mlynek bei Bezirksmeisterschaften und -ranglistenturnieren wiederholt vorne mitspielten. Es erscheint derzeit ausgeschlossen, dass die anderen Grafschafter Bezirksliga-Vertreter SV Union Lohne und ASC Grün-Weiß 49 oder gar die noch tiefer spielenden SpVgg. Brandlecht/Hestrup oder der im Nachwuchsbereich aktive SV Hoogstede jemals an die frühere Stärke der beiden Nordhorner Vereine anknüpfen können werden. Im Damenbereich sieht es noch düsterer aus, denn mittlerweile gibt es nach dem kürzlichen Ausstieg von TuS Gildehaus und ASC Grün-Weiß 49 nur noch vier Grafschafter Vereine mit Damenmannschaften - keine einzige aus der Obergrafschaft. Nach dem Ende des vom Kreisverband betriebenen wöchentlichen Kreisstützpunkttrainings in der Nordhorner Kreissporthalle Mitte 1997 ist leistungsorientiertes Nachwuchstraining mit der Perspektive Bezirksspitzenklasse oder mehr in der Grafschaft Bentheim die absolute Ausnahme. So wundert es nicht, dass die besten Grafschafter Spieler bei Damen und Herren mittlerweile alle über 30 Jahre alt sind, ihren Leistungszenit überschritten haben und trotzdem nicht zu befürchten brauchen, in den kommenden Jahren von Nachwuchsspielern von der Spitze verdrängt zu werden. Da alle Grafschafter Vereine derzeit offensichtlich damit zufrieden sind, auf Kreisebene ein führende Rolle zu spielen und nicht etwa auf Bezirks- oder gar Landesebene, deutet derzeit nichts darauf hin,dass die Vereine der Grafschaft Bentheim in den nächsten Jahren mehr als Tischtennis-Breitensport betreiben werden.

Folgerichtig haben daher zur Zeit in unserem Raum Veranstaltungen Hochkonjunktur, bei denen mehr der Faktor "Spaß" im Vordergrund steht. So wird seit sechs Jahren alljährlich ein Grafschafter Vorgabeturnier ausgetragen, und seit kurzem ist die Grafschaft Bentheim deutschlandweiter Vorreiter des "Brettchen-Tischtennis", bei dem nur mit einfachen Noppengummischlägern gespielt wird, Ballwechsel demzufolge deutlich länger dauern als beim normalen Tischtennis und infolgedessen die Freude am Tischtennis viel stärker zum Ausdruck kommt. Mittlerweile werden in der Grafschaft Bentheim sogar Kreismeisterschaften in dieser Tischtennis-Variante ausgetragen, und mit den "Nordhorn Brettchen Open" hat der SV Eintracht Nordhorn in kürzester Zeit das größte deutsche Brettchen-Turnier etabliert.


© 2003 by HH , letzte Aktualisierung: 15.12.2003