Wir über uns - Saison 1997/1998
Der Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim stellt sich vor


Die Anfänge
Tischtennis wird in der Grafschaft Bentheim seit Anfang 1946 gespielt, und so konnten kürzlich mit dem SV Eintracht Nordhorn und dem FC Schüttorf 09 die beiden mit Abstand ältesten Grafschafter TT-Abteilungen ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Lange Jahre spielten sie aufgrund der geografischen Lage und der nicht vorhandenen Grafschafter Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen, wo sie zum WTTV-Kreisverband Emsland gehörten. Den zum TTVN gehörenden Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim gibt es daher erst seit 1964, als am 7.2. in Georgsdorf auf Initiative des Kreissportbundes die Gründungsveranstaltung stattfand. Gründungs-Vorsitzender wurde damals mit Walter Maatmann der Mann, der heute als Spielausschuß-Vorsitzender für die Organisation des gesamten Punktspielbetriebes verantwortlich ist. Eine pro-forma-Neugründung des Kreisverbandes erfolgte kürzlich am 27.06.1997 in Schüttorf, um die Voraussetzungen für die Eintragung als rechtsfähiger Verein (e.V.) beim Amtsgericht Nordhorn zu schaffen.

Die Vereine
Heute gehören dem Kreisverband im 34. Jahr seines Bestehens 15 Vereine an, deren Mannschaften zwischen Oberliga und 2. Kreisklasse angesiedelt sind. Leistungsträger sind derzeit zweifelsohne die Damen, von denen mit Oberligist Eintracht Nordhorn (mit der vielfachen Senioren-Bezirksmeisterin Barbara Paul an der Spitze) und Verbandsligist TuS Gildehaus gleich zwei überregional spielen und mit dem SV Wietmarschen eine weitere in der Bezirksliga vertreten ist.

Die Zeiten, in denen mit TTC Nordhorn und Eintracht Nordhorn auch Grafschafter Herrenmannschaften überregional mitmischen konnten, gehören leider der Vergangenheit an. Beide Vereine spielen heute nur noch in der Bezirksliga bzw. 1. Bezirksklasse und dürften in absehbarer Zeit nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden, als in der ersten Hälfte der Achtziger Jahre Spieler wie Michael Neumann, Jürgen Worzischek, Gerd Heinrich, Klaus Fietzek, Thomas Kunert, Bernd Rigterink, Klaus ten Bosch und Wolfgang Mlynek bei Bezirksmeisterschaften und -ranglistenturnieren wiederholt vorne mitspielten. Es erscheint derzeit auch sehr fraglich, ob der Grafschafter Bezirksliga-Aufsteiger SV Bad Bentheim jemals an die frühere Stärke der beiden Nordhorner Vereine anküpfen können wird.

Im Nachwuchsbereich ruhen derzeit die Hoffnungen auf den Mannschaften von Eintracht Nordhorn, TuS Gildehaus und FC Schüttorf, mit denen immerhin drei Grafschafter Teams in der neugegründeten Niedersachsenliga der Mädchen bzw. Jungen spielen.

Außer den oben bereits erwähnten Vereinen gehören derzeit die SpVgg. Brandlecht/Hestrup, SV Alemannia Blanke, TuS Neuenhaus, SV Rot-Weiß Lage, ASC Grün-Weiß 49 Wilsum, SC Union Emlichheim, SV Hoogstede, SV Wietmarschen und SV Union Lohne sowie - derzeit ohne spielende Mannschaft - der TV Nordhorn dem Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim an.

Der Kreisvorstand
Geleitet wird der Kreisverband von einem zehnköpfigen Kreisvorstand. Allein sieben Vorstandsmitglieder sind schon seit mindestens acht Jahren dabei, was für die Konstanz der Vorstandsarbeit spricht. Bemerkenswert ist hier die Tatsache, daß sich mehrere Mitglieder des Kreisvorstandes während der Woche aus beruflichen Gründen nicht im Kreisgebiet aufhalten können, sich aber dennoch für die Mitarbeit zur Verfügung gestellt haben. Somit hat Kreisvorsitzender Hilmar Heinrichmeyer, der als Nachfolger von Walter Maatmann, Johann Bartels, Josef Frauenkron, Evelyn Stangier und Horst Brockmann seit 1989 die Geschicke des Kreisverbandes leitet, eine Mannschaft zur Verfügung, die in der begonnenen Amtszeit auch einige Arbeiten angehen will, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind. So zog sich der auf dem letzten Kreistag am 27.06.1997 in Schüttorf neugewählte Kreisvorstand bereits zwei Wochen später zu einem Konzeptionswochenende zurück, auf dem neue Ziele für die künftige Arbeit abgesteckt wurden.

Die Helfertage
Die sportpraktische Arbeit des Kreises wird im Spielausschuß, Turnierausschuß, Jugendausschuß und Finanzausschuß erledigt. Entscheidenden Anteil an der Durchführung der sportpraktischen Arbeit des Kreisverbandes haben dabei die Helfer aus allen Grafschafter TT-Vereinen, ohne deren Mitarbeit insbesondere die Turnierveranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Seit auf einem außerordentlichen Kreistag Anfang 1985 alle Grafschafter Vereine beschlossen haben, sich entsprechend ihrer Größe an den regelmäßigen Arbeiten zu beteiligen, wird die Durchführung von Kreismeisterschaften, Kreisranglistenturnieren, dem EUREGIO-Turnier wie auch die Leitung der Staffeln und der Pokalspiele von Helfern aus allen 15 Vereinen übernommen. Ein im Laufe der Jahre immer wieder an die Bedürfnisse angepaßtes System sogenannter Helfertage sorgt dafür, daß die Vereine, die im Laufe einer Saison mehr Kreisarbeiten übernommen haben, als sie hätten müssen, von denjenigen Vereinen finanziell entschädigt werden, die weniger Arbeit für den Kreisverband geleistet haben, als sie aufgrund ihrer gemeldeten Mannschaften hätten tun müssen.

Das Nordhorner EUREGIO-Turnier
Einmal jährlich macht der Kreisverband Grafschaft Bentheim mit dem jeweils Pfingsten stattfindenden Nordhorner EUREGIO-Turnier weit über die Kreisgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. Dieses Turnier hat sich in den 18 Jahren seines Bestehens aus kleinsten Anfängen (65 Teilnehmer) mittlerweile zum größten jährlich an einem Wochenende stattfindenden offenen Turnier Deutschlands mit durchschnittlich über 1000 Startern an 84 Tischen in vier Nordhorner Sporthallen entwickelt.

Das Kreissportzentrum
Doch der Kreisverband ist auch wiederholt schon durch die Durchführung anderer Turnierveranstaltungen überregional in Erscheinung getreten. Erinnert sei hier an das Bundesranglistenturnier der Jugend und Schüler 1981, das Verbandsranglistenturnier der Damen und Herren 1983, den Deutschland-Grand-Prix 1984 und das Deutschlandpokalturnier der weiblichen Jugend 1992. Möglich ist das nur, weil mit dem Nordhorner Kreissportzentrum eine Sportstätte zur Verfügung steht, in der die Grafschafter Tischtennisspieler mit 48 kreiseigenen Tischen und allen weiteren erforderlichen Materialien seit nunmehr 16 Jahren nahezu ideale Bedingungen vorfinden. (Quelle: HH)


© 1998 by HH , letzte Aktualisierung: 11. Mai 1998