Wir über uns - Saison 1999/2000
Der Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim stellt sich vor


Die Anfänge
Tischtennis wird in der Grafschaft Bentheim seit Anfang 1946 gespielt, und so konnten kürzlich mit dem SV Eintracht Nordhorn und dem FC Schüttorf 09 die beiden mit Abstand ältesten Grafschafter TT-Abteilungen ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Lange Jahre spielten sie aufgrund der geografischen Lage und der nicht vorhandenen Grafschafter Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen, wo sie zum WTTV-Kreisverband Emsland gehörten. Den zum TTVN gehörenden Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim gibt es daher erst seit 1964, als am 7.2. in Georgsdorf auf Initiative des Kreissportbundes die Gründungsveranstaltung stattfand. Gründungs-Vorsitzender wurde damals mit Walter Maatmann der Mann, der heute als Spielausschuss-Vorsitzender für die Organisation des gesamten Punktspielbetriebes verantwortlich ist. Eine pro-forma-Neugründung des Kreisverbandes erfolgte kürzlich am 27.06.1997 in Schüttorf, um die Voraussetzungen für die Eintragung als rechtsfähiger Verein (e.V.) beim Amtsgericht Nordhorn zu schaffen.

Die Vereine
Heute gehören dem Kreisverband im 36. Jahr seines Bestehens 14 Vereine an, deren Mannschaften zwischen Landesliga und 2. Kreisklasse angesiedelt sind. Leistungsträger sind derzeit zweifelsohne die Damen, von denen mit Oberliga-Absteiger Eintracht Nordhorn (jetzt wieder mit Rückkehrerin Marion Dehmel an der Spitze) und dem ebenfalls der Landesliga angehörenden TuS Gildehaus gleich zwei überregional spielen.

Die Zeiten, in denen mit TTC Nordhorn und Eintracht Nordhorn auch Grafschafter Herrenmannschaften überregional mitmischen konnten, gehören leider der Vergangenheit an. Beide Vereine spielen heute nur noch in der Bezirksliga und dürften in absehbarer Zeit nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden, als in der ersten Hälfte der Achtziger Jahre Spieler wie Michael Neumann, Jürgen Worzischek, Gerd Heinrich, Klaus Fietzek, Thomas Kunert, Bernd Rigterink, Klaus ten Bosch und Wolfgang Mlynek bei Bezirksmeisterschaften und -ranglistenturnieren wiederholt vorne mitspielten. Es erscheint derzeit auch sehr fraglich, ob der dritte Grafschafter Bezirksliga-Vertreter TuS Gildehaus jemals an die frühere Stärke der beiden Nordhorner Vereine anküpfen können wird.

Im Nachwuchsbereich ruhen derzeit die Hoffnungen auf der Jungen-Mannschaft von Eintracht Nordhorn, mit der immerhin ein Grafschafter Team in der Niedersachsenliga spielt. Die ranghöchste Schülermannschaft stellt der SV Hoogstede, während im weiblichen Nachwuchsbereich Eintracht Nordhorn als einziger Verein zur Zeit zwei Mannschaften aufbieten kann.

Außer den oben bereits erwähnten Vereinen gehören derzeit der FC Schüttorf 09, SV Bad Bentheim, SpVgg. Brandlecht/Hestrup, TuS Neuenhaus, SV Rot-Weiß Lage, ASC Grün-Weiß 49 Wilsum, SC Union Emlichheim, SV Wietmarschen und SV Union Lohne sowie - derzeit ohne spielende Mannschaft - der TV Nordhorn dem Tischtennis-Kreisverband Grafschaft Bentheim an.

Der Kreisvorstand
Geleitet wird der Kreisverband von einem zehnköpfigen Kreisvorstand. Allein sechs Vorstandsmitglieder sind schon seit mindestens zehn Jahren dabei, was für die Konstanz der Vorstandsarbeit spricht. Bemerkenswert ist hier die Tatsache, dass sich einige Mitglieder des Kreisvorstandes während der Woche aus beruflichen Gründen nicht im Kreisgebiet aufhalten können, sich aber dennoch für die Mitarbeit zur Verfügung gestellt haben. Somit hat Kreisvorsitzender Hilmar Heinrichmeyer, der als Nachfolger von Walter Maatmann, Johann Bartels, Josef Frauenkron, Evelyn Stangier und Horst Brockmann seit 1989 die Geschicke des Kreisverbandes leitet, eine eingespielte Mannschaft zur Verfügung, die trotz der Tagesarbeit mit der Abwicklung des laufenden Wettkampfbetriebes auch Neuerungen gegenüber aufgeschlossen ist.

Die Helfertage
Die sportpraktische Arbeit des Kreises wird im Spielausschuss, Turnierausschuss, Jugendausschuss und Finanzausschuss erledigt. Entscheidenden Anteil an der Durchführung der sportpraktischen Arbeit des Kreisverbandes haben dabei die Helfer aus allen Grafschafter TT-Vereinen, ohne deren Mitarbeit insbesondere die Turnierveranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Seit auf einem außerordentlichen Kreistag Anfang 1985 alle Grafschafter Vereine beschlossen haben, sich entsprechend ihrer Größe an den regelmäßigen Arbeiten zu beteiligen, wird die Durchführung von Kreismeisterschaften, Kreisranglistenturnieren, dem Nordhorner EUREGIO-Turnier wie auch die Leitung der Staffeln und der Pokalspiele von Helfern aus allen 14 Vereinen übernommen. Ein im Laufe der Jahre immer wieder an die Bedürfnisse angepasstes System sogenannter Helfertage sorgt dafür, dass die Vereine, die im Laufe einer Saison mehr Kreisarbeiten übernommen haben als sie hätten müssen, von denjenigen Vereinen finanziell entschädigt werden, die weniger Arbeit für den Kreisverband geleistet haben, als sie aufgrund der Zahl ihrer gemeldeten Mannschaften hätten tun müssen.

Das Nordhorner EUREGIO-Turnier
Einmal jährlich macht der Kreisverband Grafschaft Bentheim mit dem jeweils Pfingsten stattfindenden Nordhorner EUREGIO-Turnier weit über die Kreisgrenzen hinaus auf sich aufmerksam. Dieses Turnier hat sich in den 20 Jahren seines Bestehens aus kleinsten Anfängen (65 Teilnehmer) mittlerweile zum größten jährlich an einem Wochenende stattfindenden offenen Turnier Deutschlands mit durchschnittlich über 1000 Startern an 84 Tischen in vier Nordhorner Sporthallen entwickelt.

Das Kreissportzentrum
Doch der Kreisverband ist auch wiederholt schon durch die Durchführung anderer Turnierveranstaltungen überregional in Erscheinung getreten. Erinnert sei hier an das Bundesranglistenturnier der Jugend und Schüler 1981, das Verbandsranglistenturnier der Damen und Herren 1983, den Deutschland-Grand-Prix 1984 und das Deutschlandpokalturnier der weiblichen Jugend 1992. Möglich ist das nur, weil mit dem Nordhorner Kreissportzentrum eine Sportstätte zur Verfügung steht, in der die Grafschafter Tischtennisspieler mit 48 kreiseigenen Tischen und allen weiteren erforderlichen Materialien seit nunmehr 18 Jahren nahezu ideale Bedingungen vorfinden. Mit der Fertigstellung der dritten Großraumturnhalle auf dem Gelände des Kreissportzentrums, der Mehrzweckhalle "Euregium" mit einem Fassungsvermögen von über 4000 Zuschauern, sind im Juli 1998 auch die räumlichen Voraussetzungen für absolute Tischtennis-Großereignisse in Nordhorn geschaffen worden. (Quelle: HH)


© 1999 by HH , letzte Aktualisierung: 15. Dezember 1999